Die Regelung ist da,
damit der Regler sie regelt.
Die meisten Heizungen laufen falsch. Nicht weil sie kaputt sind, sondern weil niemand erklärt hat, wie man sie benutzt.
Zurzeit kostenlos. Alles auf dieser Seite — ohne Konto, ohne Zahlung. Zum Start der Heizperiode kommt der Saison-Pass: 29 € für die ganze Heizperiode.
Ich kann deine Heizkurve nicht einstellen. Ich wohne nicht bei dir.
Deshalb steht hier keine Zahl zum Übernehmen — sondern das Verfahren, mit dem dein Haus sie selbst findet. Kleinster Aufwand, größte Wirkung: weniger Verbrauch, längere Lebensdauer, gleicher Komfort.Zuerst: Die Heizung ist nicht das Rädchen im Wohnzimmer. Was du suchst, sitzt am Wärmeerzeuger selbst — meistens im Keller, in der Waschküche oder im Hauswirtschaftsraum. Drei Dinge werden regelmäßig damit verwechselt:
Du suchst das Gerät, an dem der Brenner sitzt oder das mit dem Schornstein oder der Abgasleitung verbunden ist. Dort ist ein Bedienteil — entweder direkt am Gerät oder als Kästchen daneben an der Wand.
Und jetzt der einzige Unterschied, der zählt: Display oder Drehknöpfe?
Neuere Geräte, meist ab etwa 2010. Ein Bildschirm, ein Drehrad oder Tasten, Menüpunkte im Klartext.
Dein Weg: Menü öffnen → Heizung oder Heizkreis → Heizkennlinie. Dort stehen deine Werte als Zahl. Aufschreiben, mehr nicht.
Du kannst dabei nichts kaputtmachen. Durch Menüs blättern verstellt nichts — verstellt wird erst, wenn du bestätigst.
Ältere Regelungen, oft hinter einer Klappe. Ein Knopf mit Zahlen von 0 bis 3, manchmal ohne jede Beschriftung. Häufig klebt innen an der Klappe ein Diagramm mit vielen Linien.
Dein Weg: Klappe öffnen. Der Knopf für die Kennlinie heißt je nach Hersteller Steilheit, Neigung oder Heizkurve — manchmal steht nur ein Kurvensymbol daneben. Die Zahl, auf die der Zeiger steht, ist dein Wert. Aufschreiben.
Merk dir die Stellung, bevor du drehst — am besten fotografieren. Bei diesen Geräten gibt es kein Zurück-Menü.
Du findest nichts, das passt? Mach zwei Fotos: eins vom Bedienteil, eins vom Typenschild am Gerät. Damit kann dir jeder Fachmann in einer Minute sagen, wo du hinmusst — und du hast die Angaben gleich für dein Logbuch.
Typenschild am Gerät. Entscheidet, welche harten Grenzen für dich gelten.
Entscheidet, wie lange du wartest und wo überhaupt geregelt wird.
Einmal an den Regler und ablesen. Das ist dein Nullpunkt.
Erst klären, warum. Es gibt drei Gründe, und sie führen zu drei verschiedenen Wegen.
Ohne Kennlinie ist die Raumtemperatur am Gerät dein Hebel. Du senkst nicht die Kurve, du senkst den Sollwert. In kleinen Schritten: ein Grad, dann beobachten.
Das harte Beispiel: Am Gerät stehen 18 °C Tagtemperatur. Im Wohnzimmer sind es trotzdem 22 °C, Thermostat auf Stufe 5. Beides stimmt gleichzeitig — und genau das ist der Fund. Stufe 5 heißt: das Ventil begrenzt praktisch nie, der Heizkörper gibt ab, was der Vorlauf hergibt. Und der Fühler des Reglers sitzt woanders — im Flur, hinter einer Tür, an einer kalten Außenwand. Er sieht seine 18 °C nie und fordert weiter nach.
Wer in dieser Lage den Sollwert immer weiter herunterdreht, kämpft gegen den falschen Gegner. Die Frage ist nicht, welche Zahl du einstellst, sondern wo der Fühler sitzt und was er sieht.
→ Thermometer in deinen Hauptwohnraum legen, zwei, drei Tage mitschreiben. Erst dann am Sollwert drehen — ein Grad, beobachten, notieren.
Und gib nicht auf. Tipp die Modellbezeichnung vom Typenschild bei Google ein, zusammen mit dem Wort Heizkurve oder Bedienungsanleitung. Zu fast jedem Gerät steht die Anleitung als PDF im Netz — auch zu Geräten, die älter sind als das Internet in deinem Keller.
Grenze: Räume nicht so weit auskühlen lassen, dass Feuchte entsteht — unter 16 °C geht keiner. Und findest du nach Typenschild und Anleitung immer noch keine Kennlinie: nicht raten, nichts verstellen. Notiere Modell, Symptom und Außentemperatur — damit klärt ein Fachbetrieb in Minuten, ob eine Kennlinie existiert und ob sie für dich freigegeben wird.
Kein Zielwert. Eine Schleife, die du ein paar Mal drehst, bis dein Haus antwortet.
Alles auf einem Blatt: deine Anlage, deine Ausgangswerte, deine harte Grenze, dein nächster Schritt — und dein Logbuch, falls du eins führst. Zum Ausdrucken oder als PDF speichern.
Sanierung, Förderung, Austausch — dafür ist diese Seite nicht gemacht. Schreib mir: energieklartexter@gmail.com
Kostet nichts, verkauft nichts.
Herstellerneutral, ohne Werbung. Ein Menüpfad steht hier nur, wenn er am Gerät fotografiert und geprüft wurde. Sonst steht da „in Prüfung" — wir raten nicht.
Die Steilheit der Kennlinie heißt je nach Hersteller Neigung, Steilheit, Heizkurve, Kennlinie oder Auslegungstemperatur. Die Parallelverschiebung heißt Niveau, Offset, Sollwertverschiebung oder Raumsolltemperatur.
Beides liegt praktisch immer im Bereich Heizkreis, Heizkreis 1 oder Heizung — nie beim Warmwasser. Dort findest du auch das Zeitprogramm.
1. Such die Wörter von oben im Menü deines Reglers. 2. Bleib im Bereich Heizkreis 1. 3. Beschreib dem Berater, was du auf dem Display siehst — er arbeitet Schritt für Schritt mit dir weiter.
Du hast einen Regler vor dir, der hier fehlt? Zwei Fotos genügen — Gerät und Menü mit der Heizkennlinie — an energieklartexter@gmail.com. Jeder geprüfte Regler hilft allen mit demselben Gerät.
Nicht am Stück lesen. Such dir, was dich betrifft — oder fang bei den drei Grundlagen an.
Diese Seite läuft auf eine Sache hinaus: die Vorlauftemperatur runter. Steht bei dir ein Gerät, das dein Geld verbrennt, kühlen ein paar Klicks beides ab — das Abgas und deine Rechnung.
Kühles Abgas kondensiert. Wie ein kaltes Glas im Sommer — nur innen im Schornstein, und dauerhaft. Ist deiner feuchteempfindlich, zieht die Nässe ins Mauerwerk. Das heißt Versottung, und sie kostet mehr, als du vorher gespart hast.
Wärmepumpe? Entspann dich. Hier wird nichts verbrannt.
Ob deiner feuchteempfindlich ist, siehst du ihm von außen nicht an. Oft steckt im alten Mauerwerk längst ein neues Innenrohr.
Du musst das nicht verstehen. Aber wenn du willst:
Schornsteine und Abgasleitungen werden nach zwei Dingen unterschieden. Erstens: ob sie einen Brand mindestens 90 Minuten aushalten. Zweitens: ob sie dauerhaft feuchtes Abgas vertragen — feuchteunempfindlich — oder eben nicht.
Gemauert aus gebranntem Ziegel wird heute nicht mehr. Heute sind es Stecksysteme aus Schamotte oder Edelstahl, oft mit einer Luftsäule daneben — einem eigenen Zuluftkanal. Damit holt sich die Feuerstätte ihre Verbrennungsluft von draußen statt aus deinem Wohnzimmer. Dasselbe Prinzip in einem einzigen Bauteil ist das Luft-Abgas-System, oft aus Kunststoff: innen geht das Abgas raus, außen kommt die Zuluft rein. Und viele alte Schornsteine wurden nachträglich saniert — außen dasselbe Mauerwerk, innen ein neues Rohr.
Unterdruck und Überdruck. Warme Luft zieht zur kalten. Je länger ein Kaminofen brennt, desto stärker der Zug — die Abgase ziehen von allein ab. Das ist Unterdruck. Überdruck ist das Gegenteil: Da hängt ein Gebläse dran und drückt.
Ein grober Anhaltspunkt. Schau hinein. Ist die Oberfläche glatt und beschichtet, perlt Wasser eher ab — das spricht für feuchteunempfindlich. Ist sie rau und porös, zieht sie die Feuchtigkeit in sich hinein.
Ein Anhaltspunkt ist aber kein Urteil. Zustand, Querschnitt und die Frage, ob dein Gerät überhaupt zu dem passt, was da steht, siehst du damit nicht. Deshalb lieber ein Foto als ein Feuchteschaden.
Dazu steht hier nichts. Versuch ein anderes Wort — oder frag im Beratungsgespräch.
Nachschlagen, wenn dir im Keller ein Wort begegnet. Kein Handlungsbedarf, nur Verstehen.
Deine Anlage zählt selbst mit. Betriebsstunden und Brennerstarts stehen im Betreibermenü — bei Wärmepumpen heißt es Verdichterstarts. Reines Ablesen, kein Eingriff.
Einmal vor der Umstellung, einmal vier Wochen später. Dann hast du eine Zahl statt eines Eindrucks.
Eine alte Stufenpumpe läuft die ganze Heizperiode durch. Rechne mit deinen eigenen Zahlen — Leistung steht auf dem Typenschild der Pumpe.
Ein Monat hat rund 730 Stunden. Steht die Heizung im Sommer im Abschaltbetrieb, läuft die Pumpe nur in den Heizmonaten.
Jede Änderung eine Zeile. Nach drei bis vier Einträgen bei verschiedenem Wetter siehst du deine eigene Kennlinie.
Für alles, was zwischen den Schritten auftaucht: unbekannte Begriffe am Regler, ein Raum der nicht mitzieht, die Frage ob etwas normal ist.
Schreib in eigenen Worten, was los ist. Je genauer du beschreibst, was du siehst — am Display, am Heizkörper, im Raum — desto konkreter wird die Antwort.